Tagestipps im Radio

Tagestipps

Dienstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Der Beginn der Landwirtschaft Zivilisation und Risiko Von Dagmar Röhrlich Es war einer der größten Wandel in der Menschheitsgeschichte, vergleichbar vielleicht mit der Industrialisierung oder der digitalen Revolution: die Zeit, als aus Wildbeutern Bauern wurden. Vor rund 10.000 Jahren begann ein gesellschaftlicher Wandel, der zur Grundlage werden sollte für unsere moderne Zivilisation. Der Anfang war schwierig, forderte mit Mangelernährung und Seuchen seinen Preis. Und doch setzte sich die sesshafte Lebensweise durch. Warum das passierte und wie, davon haben die Forscher inzwischen recht gute Vorstellungen. Und so lässt sich heute die Geschichte erzählen - anhand der schlichten Siedlung von Ohalo, des monumentalen Heiligtums Göbekli Tepe und der ersten Stadt Çatalhöyük. Und es zeigt sich, dass die Menschheit schon früh mit all" den Zivilisationsproblemen kämpfte, die sie auch heute noch beschäftigen - von Gewalt bis zu den Krankheiten. Redaktion: Iska Schreglmann

Dienstag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Ellen Häring Zuversicht in den USA Pragmatismus und Ideenreichtum beflügeln New York Von Antje Passenheim Nach dem Corona-Chaos sind die USA plötzlich zum bewunderten Vorreiter beim Impfen geworden. Noch vor dem Sommer werden voraussichtlich alle US-Bürger geimpft sein. Geschuldet ist diese rasante Entwicklung u.a. dem vorherrschenden Pragmatismus, der keine langen Debatten zulässt, sondern kreativ nach Lösungen sucht. Nirgendwo lässt sich das besser beobachten als in New York. Die Stadt hat Pleiten, überbordende Kriminalität, den 11.September und die Finanzkrise erlebt. Corona hat den New Yorkern schwer zugesetzt. Aber jetzt, wo geimpft wird, erwacht Optimismus und Kreativität - ganz nach dem Motto: nach der Krise kommt die Chance.

Dienstag 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Mythos Meritokratie Oder: Warum systemrelevante Berufe oft schlecht bezahlt werden Von Juliane Nagiller Wer sich anstrengt und Leistung erbringt, der wird anerkannt und schafft es nach oben. So lautet das Versprechen unserer Leistungsgesellschaft. Was als Leistung definiert wird, bleibt jedoch diffus. Warum "leistet" eine Pflegekraft, die Verantwortung für das Leben anderer übernimmt, weniger als jemand, der als Key Account Manager Verantwortung für ein Unternehmen trägt? Oder leistet die Pflegekraft sogar mehr, nur werden diese Leistungen nicht monetär anerkannt? Wir leben in einer arbeitsteilig organisierten Gesellschaft, die durch die Idee der Leistungsgerechtigkeit zusammengehalten wird. Doch der "Mythos Meritokratie" hat durch die Corona-Krise Risse bekommen. Plötzlich wurde klar, wie systemrelevant Berufe sind, die schlecht bezahlt oder gering geschätzt werden: KrankenpflegerInnen, Handelsangestellte, KindergartenpädagogInnen oder Reinigungskräfte.

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Forever Fukushima 10 Jahre nach der Katastrophe Von Julia Shimura und Yu Minobe Regie: Giuseppe Maio Produktion: rbb/Deutschlandfunk/WDR 2021 Takayuki Atsumi war drauf und dran endlich Fischer zu werden, als der verheerende Tsunami seine Existenzgrundlage zerstörte. Heute hat Atsumi alles wiederaufgebaut, doch jetzt sollen 1,2 Millionen Tonnen des kontaminierten Wassers aus dem AKW Fukushima ins Meer geleitet werden. 10 Jahre liegt die Dreifachkatastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Super-GAU zurück. Wir erzählen die Geschichten von drei Menschen in Japan, für die Fukushima ein entscheidender Wendepunkt war. Der Fischer, der nach dem Tsunami sein Leben neu ordnen musste, die Journalistin, die seit 10 Jahren Interviews mit Arbeitern aus dem Kraftwerk Fukushima Dai-ichi führt und in Fukushima eine neue Heimat fand, und zuletzt der Unternehmer wider Willen. Ein Reisbauer, dessen Land nicht mehr zu bewirtschaften ist und der heute Solarstrom verkauft. Alle drei Geschichten kreisen um das Katastrophengebiet und zeigen die Folgen von Fukushima, bei denen längst noch kein Ende in Sicht ist. Forever Fukushima

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Die zinslose Zukunft Kosten und Nutzen des billigen Geldes Von Agnes Handwerk Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank schien zunächst nur eine Reaktion auf die Folgen der Finanzkrise von 2008 zu sein. Doch jetzt zeichnet sich ab, dass sich daraus eine langfristige Finanzpolitik entwickelt. Welche Folgen hat sie für Privathaushalte und die Altersvorsorge? Hat Sparen ausgedient? Was hat die Niedrigzinspolitik mit dem veränderten Kapitalbedarf durch die Digitalisierung in der Wirtschaft zu tun? Die Ökonomen Carl Christian von Weizsäcker und Hagen Krämer haben die Zusammenhänge von Sparen, Staatsschulden und Niedrigzinspolitik neu aufgerollt.

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Der Geschichtenerzähler von Buenos Aires Von Jakob Weingartner NDR/WDR 2017 José Luis Gallego aus Buenos Aires liebt es, Grenzen zu überschreiten. Deshalb bietet der Geschichtensammler und -erzähler Workshops in Gefängnissen und Recycling-Kooperativen an, in denen die Teilnehmer ihre Phantasie nutzen, um Geschichten zu erschaffen. Über seine Radiosendung macht er diese der Öffentlichkeit zugänglich. Featureautor Jakob Weingartner begleitet Gallego, den Geschichtenerzähler von Buenos Aires, bei seinen Besuchen in den Randgebieten der Riesenmetropole Buenos Aires. Und im Alltag erlebt er, wie Gallego mit der Schizophrenie seiner Tochter zu ringen hat. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 21:00 Uhr SRF 2 Kultur

Jazz Collection

David Gilmour, mit Stefan Strittmatter Zuerst war David Gilmour bei der experimentellen britischen Rockgruppe Pink Floyd als Ergänzungsmusiker vorgesehen, als zweiter Gitarrist neben dem erratischen Genie Syd Barrett. Als Barrett, unzuverlässig geworden wegen seiner Drogenexperimente, aus der Band austrat, wurde Gilmour zum Ersatz.

Dienstag 21:05 Uhr SWR2

SWR2 Jazz Session

Blood Moon - Ingrid Laubrock und Kris Davis beim Jazzfest Berlin 2020 Von Julia Neupert Die Musik dieses Duos klingt wie eine vertonte Konversation von zwei feinsinnigen und humorvollen Menschen. Dem Gedankenaustausch von Ingrid Laubrock auf Sopran- und Tenorsaxofon und Kris Davis am Piano hört man an die Vertrautheit der beiden Musikerinnen an. Und man hört ihre Geistesverwandtschaft, wenn es um strukturierte Klarheit auf der einen Seite und ein Faible für Uneindeutigkeiten auf der anderen Seite geht. Ihr feinsinniger Auftritt bei der virtuellen Ausgabe vom Jazzfest Berlin war einer der Höhepunkte des Festivals. Kris Davis: Snakes and lattice Ulf Drechsel Ingrid Laubrock, Saxofon Kris Davis, Piano Ingrid Laubrock: Blood moon Ulf Drechsel Ingrid Laubrock, Saxofon Kris Davis, Piano Kris Davis: Flying embers Ulf Drechsel Ingrid Laubrock, Saxofon Kris Davis, Piano Ingrid Laubrock: Whistlings Ingrid Laubrock, Saxofon Kris Davis, Piano Ingrid Laubrock: Maroon Ulf Drechsel Ingrid Laubrock, Saxofon Kris Davis, Piano Kris Davis: Golgi complex Ulf Drechsel Ingrid Laubrock, Saxofon Kris Davis, Piano Ingrid Laubrock, Kris Davis: Gunweep Ingrid Laubrock, Saxofon Kris Davis, Piano Ingrid Laubrock, Kris Davis: Elephant in the room Ingrid Laubrock, Saxofon Kris Davis, Piano

Dienstag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Jazz Live

Elina Duni, Gesang, Electronics Rob Luft, Gitarre, Electronics, Gesang Corrie Dick, Schlagzeug Aufnahme vom 15.8.2020 beim Inntöne Festival, Diersbach (Österreich) Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt Sie singt mit dunkler, warmer Stimme melancholische Lieder über Liebe, Trennung und Abschiednehmen, über Migration in all ihren Facetten. Zugleich vermitteln Elina Dunis emotionale Auftritte Lebensfreude und Optimismus. Geboren in Albaniens Hauptstadt Tirana, lebte die Sängerin bis vor Kurzem in Zürich, mittlerweile wohnt sie in London. Nach ersten Aufnahmen mit einem Schweizer Jazz-Trio erarbeitete Duni das Solo-Projekt "Partir", auf dem sie sich selbst am Klavier und mit der Gitarre begleitet. Ihre Affinität zur Poesie und ihr gestalterisches Gespür sind auch ein familiäres Erbe: Die Mutter war eine Dichterin, ihr Vater ein Regisseur. Seit 2018 tritt Elina Duni auch im Duo mit dem englischen Gitarristen Rob Luft auf, den sie beim Jazzfestival in Montreux kennenlernte und mit dem sie inzwischen auch eine private Beziehung verbindet. Ende 2020 erschien ihr in Quartett-Besetzung eingespieltes Album "Lost Ships". Für ein Gastspiel beim letztjährigen INNtöne Festival im oberösterreichischen Diersbach reisten beide mit dem britischen Schlagzeuger Corrie Dick an: ein sinnliches Konzert, das unter die Haut geht. Lieder von Melancholie und Lebenslust

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Judith in London Von Marianne Weil Regie: die Autorin Ton: Bernd Bechtold Produktion: RBB 2003 Länge: 51"46 Die 17-jährige Judith zieht in ein englisches Internat - und die Schuluniform ist nicht die einzige Umstellung. Eine Woche vor dem Start unserer Schulserie liefern wir ein Kontrastprogramm zum deutschen Bildungswesen. 2003. Judith wechselt in der elften Klasse in ein Internat in London, um das Internationale Baccalaureat zu machen. Reporterin Marianne Weil verfolgt das Auf und Ab in ihrer neuen Umgebung und die vielen Überraschungen, die sie hier erlebt. Die Schuluniform (selbst nachts beim Schlafen ist man nicht frei in der Kleiderwahl) ist nur die bekannteste Besonderheit. Auch die Aufgaben, die gestellt werden, der Umgang mit den Lehrern, die Einforderung von Disziplin: Hier wird Schule anders gedacht. Mal verblüfft, mal angetan fügt Judith sich ein. Bis sie in Konflikt mit den strengen Internatsregeln kommt. Wir senden dieses Feature eine Woche vor dem Beginn unserer sechsteiligen Serie, die an einer weiterführenden Schule in Berlin spielt: das englische Internat von 2003 als Kontrastprogramm zum deutschen Schulalltag der Gegenwart. Marianne Weil, 1947 in Darmstadt geboren, lebt in Berlin. Autorin und Regisseurin von Hörspiel-Montagen und Features. Sezierte, inszenierte und montierte in zahlreichen Stücken die Rhetorik des Kalten Krieges. Zuerst in: "Dem ...eutschen ...olke" (SR/SFB 1995, ausgezeichnet mit dem Publikumspreis "Lautsprecher" der Akademie der Künste Berlin). Zuletzt: "ticken, flüstern, rauschen - Akustisches Erzählen im Radio" (Deutschlandfunk Kultur 2020). "Grandhotel für Alle!" (DKultur 2014) wurde mit dem Robert-Geisendörfer-Preis 2015 ausgezeichnet. Judith in London

Dienstag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn: UaW (1/2)

Mit Matthias Brodowy WDR 5 Kabarettfest aus Paderborn Mit Götz Alsmann, Tina Werzinger, Thomas Philipzen und Ingo Börchers Aufnahme vom 24. Februar aus dem Deelenhaus

Dienstag 23:05 Uhr BR-Klassik

Jazztime

News & Roots Der Mundharmonika-Virtuose und Gitarrist Toots Thielemans (1922-2016). Henning Sieverts erinnert an den großen belgischen Musiker in zeitlos guten Aufnahmen, u.a. mit den Sängerinnen Shirley Horn und Elis Regina, den beiden Pianisten Bill Evans und Kenny Werner sowie mit dem Kontrabassisten Marc Johnson und dem E-Bassisten Jaco Pastorius.

Dienstag 23:30 Uhr NDR kultur

Jazz - Round Midnight

"A Handful Of Beauty" - zum 70. Geburtstag des indischen Perkussionisten Zakir Hussain. Round Midnight ist der Platz für Hintergrundgeschichten, ausführliche Portraits und Talks mit jungen Talenten und Jazz-Legenden. In der Sendung erzählen Autorinnen und Autoren die Geschichten bekannter Jazz-Titel, gehen der Beziehung von Jazz und klassischer Musik nach und nehmen mit auf spannende Reisen in die Grenzgebiete von Jazz, Tango, Salsa oder Flamenco, in Jazz-Epochen wie Swing, Bebop und Fusion oder in die Geschichte berühmter Labels wie Blue Note und in die Aktualität kultureller und politischer Themen wie Black Lives Matter. Jazz - Round Midnight

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