Features im Radio

Features

Dienstag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Leben im Ungewissen

Was ein Jahr Corona mit uns macht (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO den Covid19 Ausbruch zur Pandemie. Ein Jahr später sind weltweit mehr als 2 Millionen Todesopfer zu beklagen. Neu auftretende Mutationen des Virus halten nach wie vor die Regierungen in Atem. Wie viele Restriktionen sind erträglich, welche Lockerungen möglich, um das Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten? Die Pandemie stellt die Weltgemeinschaft vor eine noch nicht gekannte Herausforderung. "Die Corona Krise wirkt wie ein Vergrößerungsglas auf bestehende Probleme." So Georg Psota, Chefarzt der Psychosozialen Dienste in Wien: "Die soziale Ungleichheit wird stärker." Wer einen Bürojob hat, kann diesen im Homeoffice ausüben. Menschen in sogenannten systemerhaltenden Berufen sind in einem viel höheren Maß der Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Menschen mit geringer Ausbildung sind besonders von Arbeitslosigkeit betroffen. Und auch zwischen den Generationen tut sich eine Kluft auf. Umfragen zeigen, dass besonders jüngere Menschen von Existenzängsten betroffen sind, während ältere auf erprobte Krisenbewältigungsstrategien zurückgreifen. Ähnliche Schlüsse zieht die Soziologin Barbara Rothmüller. Sie hat untersucht, wie sich die Paarbeziehungen im Lockdown verändert haben. Ihr Fazit: wer in einer stabilen partnerschaftlichen Beziehung lebt, steckt die Isolation im Privaten besser weg als ein Single. Statistisch gesehen festigten sich 9 von 10 Beziehungen während der Krise. Das Mehr an Zeit miteinander bewirkte auch ein intensiviertes Füreinander. Anders die Situation der rund 15% alleinlebenden Menschen in Österreich. Sie litten und leiden zunehmend unter der Isolation des Lockdowns. Überraschend auch hier der Altersunterschied. Ältere Bürgerinnen und Bürger sind meistens gut vernetzt und können auf tragfähige Freundschaften zurückgreifen, während Jugendliche und junge Erwachsene große Ängste haben, dass ihre Beziehungen auseinanderbrechen. Wie mit dem Ungewissen umgehen, das die Pandemie auslöst? "Anfangs habe ich in einem Alarmismus gelebt. Die Angst sich anzustecken war groß." Jetzt habe er die Erfahrung gemacht, dass er sich erfolgreich schützen kann, berichtet Michael Rosner. Der Internist und Psychotherapeut arbeitet an der Covid19 Station des Kaiser Franz Josef Spitals in Wien. Für ihn heißt das auch, Aufgaben zu übernehmen, die früher andere Berufsgruppen ausgeführt haben. Ärzte, die den Patienten Essen austeilen, seien hier die Regel. Denn wer in Schutzkleidung arbeitet, packt zu, wo Unterstützung gebraucht wird. Der Umgang mit dem Ungewissen fordere, anzuerkennen was ist, so Georg Psota. "Das ist wie bei einer Bergtour. Mit dem Berg lässt sich nicht verhandeln. Wir können uns aber entsprechend ausrüsten, und Strategien entwickeln, um neue Wege einzuschlagen." Und zwar in Abstimmung mit anderen, und solidarisch. Nur so lassen sich Herausforderungen wie die einer Pandemie meistern.

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Astor Piazzolla König des Tangos Tango Argentino Gefühle, die man tanzen kann Das Kalenderblatt 09.03.1522 Provokation gegen Fastenregeln: das Zürcher Wurstessen Von Xaver Frühbeis Astor Piazzolla - König des Tangos Autor und Regie: Martin Trauner Astor Piazzolla, als Sohn italienischer Einwanderer in Argentinien geboren und in New York aufgewachsen, wurde zum Erneuerer des argentinischen Tangos - des "Tango nuevo". Sein Tango war nicht mehr tanzbar, nur noch hörbar. Und das brachte Astor Piazzolla viel Kritik ein, man bewarf ihn bei einem Konzert mit Münzen, ihn, den Judas, der den Tango aus den Bordellen in die Konzertsäle brachte. Eigentlich aber wollte Piazzolla ja ein ernsthafter Musiker sein. Doch der Tango lies ihn nicht mehr los. Sein Traum: Der Welt seine Musik nahezubringen, die Musik seines Landes: Tango. Und das ist ihm gelungen! Tango Argentino - Gefühle, die man tanzen kann Autor und Regie: Markus Mayer Der Tango ist zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Buenos Aires unter bedrückenden politischen Verhältnissen entstanden: In Argentinien, einem klassischen Auswandererland, herrschte akuter Frauenmangel. Die einzige Möglichkeit, um mit Frauen in Kontakt zu kommen, stellte für viele Männer der Paartanz dar. Er nahm in den Spelunken der Barrios, in den ärmlichen Vorstädten der argentinischen Metropole höchst eigenwillige Formen und mollgetönte, melancholische Klänge an. Obwohl Künstler wie Igor Strawinsky und Kurt Weill, Vertreter der Moderne früh der Faszination und der rhythmischen Kraft dieser Musik erlagen und ihre Strukturen in ihren Kompositionen überführten, galt der Tango lange Zeit als obszön. Heute, im Zeitalter des Postfeminismus, nimmt man die aneinander gelehnte Haltung der Tänzer, ihre katzenartigen Schritte und zuckenden Bewegungen unaufgeregter wahr: Tangotanzen ist in der westlichen Welt ein weitverbreitetes Vergnügen, das es erlaubt, scheinbar obsolete Geschlechterrollen wiederzubeleben: Der Mann darf führen, die Frau sich hingeben. Moderation: Christian Schuler Redaktion: Susanne Poelchau

Dienstag 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Anglerglück

Mehr als Fischen (2). Gestaltung: Christa Nebenführ Das Angeln von Fischen zählt zu den ältesten Nahrungsquellen der Menschheit; heutzutage wird es vorwiegend zur Freizeitgestaltung betrieben. Darüber hinaus wurde ihm im Laufe der Geschichte auch metaphorische Bedeutung zuteil. Johann Wolfgang von Goethe, Ernest Hemingway, Hermann Melville, Günter Grass oder Paulus Hochgatterer bedienen sich des Angelns als Folie für die Darstellung von Konflikten: mit der Lüsternheit (als Nixe), dem Stolz, der Rache, zwischen den Geschlechtern, dem Unbewussten. Der Fischbestand eines Gewässers sagt viel über dessen Wasserqualität aus. Fischereigesetze und Bestimmungen gegen Wasserverschmutzung gab es schon vor 400 Jahren. Ludwig XIV fasste sie zu einem Fischereigesetz zusammen. Eine Studie im Auftrag des Österreichischen Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz aus dem Jahr 2000 geht von 310.000 männlichen und 100.000 weiblichen aktiven Anglern aus. Was ist daran so faszinierend? Welche Arten zu Angeln gibt es? Und ist es ökologisch hilfreich, vertretbar oder unverantwortlich? Kommerzielle Angelteiche werden mitunter als "Forellenpuffs" bezeichnet. Der deutsche Professor für Fischereimanagement an der Humboldt-Universität in Berlin Robert Arlinghaus hält dagegen, dass es für über drei Millionen Deutsche und jeden zehnten Europäer "physiologischen, gesundheitlichen, psychologischen und weitere sozialen Nutzen" stiftet, u.a. weil "sich Angler über Vereine und Verbände als Pächter oder Eigentümer von Fischereirechten mit großem Engagement und im Ehrenamt im Rahmen der Hege um die Gewässer kümmern." Das gilt auch für den Verband der Österreichischen Arbeiter-Fischerei-Vereine (VÖAFV), der am 16. Jänner 1921 gegründet wurde und damit heuer sein 100jähriges Bestehen feiert. Er stellt mit rund 11.000 Mitgliedern und über 80 Fischereirevieren in acht Bundesländern den größten Fischereiverband Österreichs dar. In Deutschland und Österreich ist dem Inhaber eines Fischereischeins und einer Angelkarte grundsätzlich alles erlaubt, was durch den sogenannten "vernünftigen Grund" gemäß Tierschutzgesetz gedeckt ist. Dieser wäre zunächst der Fang von Fischen zum eigenen Verzehr. Beim reinen Freizeitfischen, bei dem die gefangenen Tiere ins Wasser "zurückgesetzt" werden, scheiden sich die Geister. Das liegt u. a. daran, dass Fische keine Großhirnrinde haben und die Art und Intensität ihres Schmerzempfindens damit strittig ist. Abgesehen von den Aspekten des Tierschutzes sind die Anglerrechte europaweit sehr unterschiedlich: In Finnland, dem Land der 1.000 Seen fällt beispielsweise das Eisfischen (im zugefrorenen See) und das Stippfischen (mit einer Angel ohne Rolle) unter das Jedermannsrecht und bedarf weder einer Erlaubnis, noch einer Prüfung oder Gebühr. Christa Nebenführ hat Angler und Anglerinnen begleitet und mit Vereinsfunktionär/innen, Biolog/innen, Umweltforscher/innen und Pächter/innen von Fischgewässern Gespräche geführt.

Dienstag 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Jobprofil: Komponistin

Wendepunkte, Identitäten und Selbstbilder (2). Gestaltung: Marie-Therese Rudolph Schon längst sind Komponistinnen aus dem Schatten ihrer Kollegen herausgetreten, zumindest was die Qualität ihrer Arbeit betrifft. Sichtbar und vor allem hörbar werden ihre Beiträge zum zeitgenössischen Musikschaffen immer noch nicht im selben Ausmaß. Noch zu oft sind sie - im Sinne einer verstärkten öffentlichen Aufmerksamkeit - in Frauen-Schwerpunkten isoliert. Trotzdem sind diese ein wichtiger Schritt, um die Sichtbarkeit und Bekanntheit zu erhöhen, damit die Werke von Komponistinnen zu einem selbstverständlichen Teil von inhaltlich konzisen Veranstaltungsprogrammen werden. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März stehen Porträts zeitgenössischer Komponistinnen im Mittelpunkt der Sendereihe, die darin selbst ausführlich zu Wort kommen. Anhand richtungsweisender Entscheidungen im Verlauf ihres Lebens werden Wendepunkte beleuchtet, Motivationen hinterfragt und relevante Wegbegleiterinnen und -begleiter festgemacht. Welche Situationen wurden als Hürden empfunden, die es zu überwinden galt, welche Zeiten als Krise oder Orientierungsphase? Etablierte Komponistinnen der älteren Generation sind genauso vertreten wie jene der jüngeren, manche Herausforderungen sind dieselben, andere nach Jahrzehnten kaum mehr nachvollziehbar. Wie hat Identitätsfindung stattgefunden und ist diese jemals abgeschlossen? Welches Selbstbild ist der Karriere förderlich und wie beeinflusst sind erfolgreiche Komponistinnen darin von ihrer Umwelt? An welchen Role models haben sie sich orientiert? Blickt man zurück in der Musikgeschichte, ist es heute kaum nachvollziehbar, unter welchen Bedingungen Komponistinnen ihrem künstlerischen Schaffen nachgehen mussten: Nicht selten konnten sie ihre Werke nur unter Pseudonym, oder wie im prominenten Fall von Fanny Hensel (1805-1847), die sich dem Willen ihres Vaters entsprechend, ihrer Laufbahn als Pianistin widmen musste, und keinesfalls jener als Komponistin. Einige Stücke veröffentlichte sie dann unter dem Namen ihres Bruders, Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Komponieren war auch im 20. Jahrhundert kein Beruf, von dem Frauen leben konnten und in dem sie die ihnen gebührende Anerkennung erfuhren. Das blieben Ausnahmeerscheinungen, die zumeist mit dem gesellschaftlichen Stand und den persönlichen Beziehungen zu tun hatten. Lili Scheidl-Hutterstrasser etwa wurde 1914 in einer Zeitung konstatiert, dass sie eine "schon seit Jahren kompositorisch" tätige und "von Erfolg zu Erfolg" schreitende Künstlerin sei, doch dann folgt der heutzutage untragbare Hinweis, dass sie zu jenen gehöre, "die auf Beachtung Anspruch haben, ohne bloß auf Galanterie angewiesen zu sein". In den letzten Jahrzehnten hat sich in der Erforschung der weiblichen Musikgeschichte viel getan, nun gilt es, diesen Erkenntnissen und vor allem den Protagonistinnen in der gegenwärtigen Musikkultur Raum zu geben.

Dienstag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Düfte in der Literatur Shakespeare, Proust und Beaudelaire Das Motiv des Blinden Mit der Haut sehen Das Kalenderblatt 09.03.1522 Provokation gegen Fastenregeln: Das Zürcher Wurstessen Von Xaver Frühbeis Düfte in der Literatur - Shakespeare, Proust und Beaudelaire Autorin und Regie: Anja Mösing Schon im Urmeer gehörte er zur Grundausstattung des Lebens, der Geruchssinn. Er war es, der unseren urzeitlichen Vorfahren in der wässerigen Umgebung zur Orientierung diente. Und Gerüche oder Düfte leiten uns noch heute, nur sind wir uns dessen selten bewusst. Aber Dichter und Denker erleben und schreiben seit je über die Vielfalt der Auswirkungen von Düften auf uns Menschen. Von Friedrich Schiller wissen wir heute, dass ihn faulige Düfte kreativ machten, Baudelaires berühmte Gedichte "Fleurs du mal", die "Blumen des Bösen", schwelgen geradezu in Duftbeschreibungen, und Marcel Proust führte in einer Passage seines großartigen zehnbändigen Werks "Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit" geradezu exemplarisch vor, wie ein Duft es schafft, präzise Erinnerungen an die Kindheit frei zu setzen. In dieser Sendung werden solche literarischen Duft-Szenen auf den Prüfstand gestellt: Der bekannte Geruchsforscher Hanns Hatt gibt Auskunft, wie viel wissenschftliche Realität in literarischer Duft-Fiktion steckt. Das Motiv des Blinden - Mit der Haut sehen Autor und Regie: Frank Halbach Blendung, blind werden: seit der Antike in Erzählungen und Sagen der Inbegriff härtester Strafe. Blindheit, blind sein: schon in der griechischen Mythologie eine Voraussetzung für eine höhere Wahrnehmung: Teiresias erblindet, weil er die nackte Göttin Athene beim Bad erblickt. Zugleich erhält er eine höhere Form der Einsicht, er wird zum Seher, zum Propheten - blind für das allen zugängliche Sichtbare, empfänglich für das allen Verborgene, das Unsichtbare. Das Schicksal des Teiresias steht dabei exemplarisch für das Motiv des Blinden, dem sich alternative Bildwelten und besonderes Wissen, um den Preis des Augenlichts, erschließen. Der Topos vom Blinden findet sich von der Antike über die Bibel, von Vladimir Nabokovs Roman "König Dame Bube", über José Saramagos "Die Stadt der Blinden" oder Max Frischs "Mein Name sei Gantenbein" bis zum Lied "Amazing Grace" oder Lena Valaitis" Song "Johny Blue". Die Interpretation von Blindheit steht seit jeher im Spannungsverhältnis zur Interpretation von Sehen. Als Sujet von Kunst und Literatur repräsentiert der Blinde dabei eine spezifische Form auch der visuellen Wahrnehmung. Moderation: Christian Schuler Redaktion: Susanne Poelchau

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Forever Fukushima 10 Jahre nach der Katastrophe Von Julia Shimura und Yu Minobe Regie: Giuseppe Maio Produktion: rbb/Deutschlandfunk/WDR 2021 Takayuki Atsumi war drauf und dran endlich Fischer zu werden, als der verheerende Tsunami seine Existenzgrundlage zerstörte. Heute hat Atsumi alles wiederaufgebaut, doch jetzt sollen 1,2 Millionen Tonnen des kontaminierten Wassers aus dem AKW Fukushima ins Meer geleitet werden. 10 Jahre liegt die Dreifachkatastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Super-GAU zurück. Wir erzählen die Geschichten von drei Menschen in Japan, für die Fukushima ein entscheidender Wendepunkt war. Der Fischer, der nach dem Tsunami sein Leben neu ordnen musste, die Journalistin, die seit 10 Jahren Interviews mit Arbeitern aus dem Kraftwerk Fukushima Dai-ichi führt und in Fukushima eine neue Heimat fand, und zuletzt der Unternehmer wider Willen. Ein Reisbauer, dessen Land nicht mehr zu bewirtschaften ist und der heute Solarstrom verkauft. Alle drei Geschichten kreisen um das Katastrophengebiet und zeigen die Folgen von Fukushima, bei denen längst noch kein Ende in Sicht ist. Forever Fukushima

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Die zinslose Zukunft Kosten und Nutzen des billigen Geldes Von Agnes Handwerk Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank schien zunächst nur eine Reaktion auf die Folgen der Finanzkrise von 2008 zu sein. Doch jetzt zeichnet sich ab, dass sich daraus eine langfristige Finanzpolitik entwickelt. Welche Folgen hat sie für Privathaushalte und die Altersvorsorge? Hat Sparen ausgedient? Was hat die Niedrigzinspolitik mit dem veränderten Kapitalbedarf durch die Digitalisierung in der Wirtschaft zu tun? Die Ökonomen Carl Christian von Weizsäcker und Hagen Krämer haben die Zusammenhänge von Sparen, Staatsschulden und Niedrigzinspolitik neu aufgerollt.

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Der Geschichtenerzähler von Buenos Aires Von Jakob Weingartner NDR/WDR 2017 José Luis Gallego aus Buenos Aires liebt es, Grenzen zu überschreiten. Deshalb bietet der Geschichtensammler und -erzähler Workshops in Gefängnissen und Recycling-Kooperativen an, in denen die Teilnehmer ihre Phantasie nutzen, um Geschichten zu erschaffen. Über seine Radiosendung macht er diese der Öffentlichkeit zugänglich. Featureautor Jakob Weingartner begleitet Gallego, den Geschichtenerzähler von Buenos Aires, bei seinen Besuchen in den Randgebieten der Riesenmetropole Buenos Aires. Und im Alltag erlebt er, wie Gallego mit der Schizophrenie seiner Tochter zu ringen hat. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 21:00 Uhr Bremen Zwei

Feature: Leben ohne Erinnerung

Wie ist ein Leben ohne Erinnerung möglich? Nach der Diagnose "schweres Schädel-Hirn-Trauma" muss sich der damals 31-jährige Daniel in einem neuen Leben zurechtfinden.

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Judith in London Von Marianne Weil Regie: die Autorin Ton: Bernd Bechtold Produktion: RBB 2003 Länge: 51"46 Die 17-jährige Judith zieht in ein englisches Internat - und die Schuluniform ist nicht die einzige Umstellung. Eine Woche vor dem Start unserer Schulserie liefern wir ein Kontrastprogramm zum deutschen Bildungswesen. 2003. Judith wechselt in der elften Klasse in ein Internat in London, um das Internationale Baccalaureat zu machen. Reporterin Marianne Weil verfolgt das Auf und Ab in ihrer neuen Umgebung und die vielen Überraschungen, die sie hier erlebt. Die Schuluniform (selbst nachts beim Schlafen ist man nicht frei in der Kleiderwahl) ist nur die bekannteste Besonderheit. Auch die Aufgaben, die gestellt werden, der Umgang mit den Lehrern, die Einforderung von Disziplin: Hier wird Schule anders gedacht. Mal verblüfft, mal angetan fügt Judith sich ein. Bis sie in Konflikt mit den strengen Internatsregeln kommt. Wir senden dieses Feature eine Woche vor dem Beginn unserer sechsteiligen Serie, die an einer weiterführenden Schule in Berlin spielt: das englische Internat von 2003 als Kontrastprogramm zum deutschen Schulalltag der Gegenwart. Marianne Weil, 1947 in Darmstadt geboren, lebt in Berlin. Autorin und Regisseurin von Hörspiel-Montagen und Features. Sezierte, inszenierte und montierte in zahlreichen Stücken die Rhetorik des Kalten Krieges. Zuerst in: "Dem ...eutschen ...olke" (SR/SFB 1995, ausgezeichnet mit dem Publikumspreis "Lautsprecher" der Akademie der Künste Berlin). Zuletzt: "ticken, flüstern, rauschen - Akustisches Erzählen im Radio" (Deutschlandfunk Kultur 2020). "Grandhotel für Alle!" (DKultur 2014) wurde mit dem Robert-Geisendörfer-Preis 2015 ausgezeichnet. Judith in London

Dienstag 22:05 Uhr SWR2

SWR2 lesenswert Feature

Neue Nazis in der Literatur. Wer von der Gegenwart erzählt, kommt an den Rechten nicht vorbei Von Beatrice Faßbender und Ulrich Rüdenauer Deutschland heute: Rechtsradikale sitzen in den Parlamenten. Sie ermorden in Hanau zehn Menschen. Neurechte Verschwörungstheoretiker demonstrieren auf den Straßen. In Polizei und Bundeswehr werden rechte Netzwerke entdeckt. Diskurse haben sich nach rechts verschoben, und nicht nur die Sprache ist gewalttätig geworden. Literatur, die sich mit der Gegenwart und ihren Konflikten beschäftigt, kommt an rechten Strömungen, Haltungen, Moden und Taten nicht vorbei. Wie reagieren Autor*innen und Romane bei uns auf den Rechtsruck - und wie in europäischen Nachbarländern? Denn die Neue Rechte ist nicht nur ein deutsches Problem. (DLF Kultur 2020)

Dienstag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Leben im Ungewissen. Was ein Jahr Corona mit uns macht (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Anglerglück. Mehr als Fischen (2). Gestaltung: Christa Nebenführ Jobprofil: Komponistin. Wendepunkte, Identitäten und Selbstbilder (2). Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

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